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Freitag, 11. Juli 2014

Predigt des hl. Bischofs Augustinus zur hl. Felicitas und ihren hll. sieben Söhnen

(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)
10. Juli 

Geliebte Brüder! Ein großes Schauspiel steht vor den Augen unseres Glaubens. Mit dem Ohr haben wir es vernommen, mit dem Herzen empfunden, wie diese Mutter sich danach sehnte, daß ihre Söhne vor ihr sterben, ganz im Gegensatz zu den gewöhnlichen Wünschen der Menschen. Denn alle Menschen wollen im Sterben ihren Kindern vorangehen, nicht ihnen folgen; diese Mutter wollte aber als letzte sterben. Sie verlor ja auch ihre Söhne nicht, sondern ließ sie nur vorangehen; sie achtete nicht auf das Leben, das sie beschließen, sondern auf das, das sie beginnen sollten. Sie hörten zwar zu leben auf, wo sie doch einmal sterben mussten, begannen aber zu leben, wo sie ihne Ende leben sollten. Und es ist zu wenig gesagt, daß jene Mutter zuschaute beim Martyrium, mit Staunen sehen wir, wie sie sogar dazu aufforderte. Sie war noch reicher an Tugenden als an Kindern. Sie schaute die Kämpfer und mit ihnen allen kämpfte sie selbst; und sie war Siegerin in allen, die siegten.

Hll sieben Martyrerbrüder - Vita aus dem Brevier

(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)
10. Juli 
Die sieben Brüder, Söhne der heiligen Felizitas, wurden zu Rom in der Verfolgungszeit unter Markus Aurelius Antonius vom Statthalter Publius zuerst durch Schmeicheleien, dann unter Drohungen aufgefordert, dem christlichen Glauben zu entsagen und die Götter zu verehren. Da sie aber in ihrer Standhaftigkeit und auf das Zureden ihrer Mutter hin im Bekenntnis des Glaubens festblieben, wurden sie auf verschiedene Weise getötet. Januarius wurde mit Bleiruten zu Tode gegeißelt, Felix und Philippus wurden mit Stöcken geschlagen, Silvanus wurde aus großer Höhe herabgestürzt, Alexander, Vitalis und Martialis wurden enthauptet. Ihre Mutter erhielt 4 Monate später ebenfalls die Palme des Martyriums; ihre Söhne opferten am 10. Juli dem Herrn ihr Leben. 

Samstag, 16. November 2013

Hl. Martyrin Felizitas - Predigt des hl. Papstes Gregor

23. November
Lesung 9
Die heilige Felicitas, deren Geburtsfest wir heute feiern, fürchtete, ihre sieben Söhne lebend auf  Erden zurücklassen zu müssen, so wie leibliche Eltern sonst immer fürchten, ihre Kinder vor sich sterben zu sehen. In der harten Verfolgung wurde sie ergriffen, bestärkte jedoch durch ihr Zureden die Herzen ihrer Söhne in der Liebe zum himmlischen Vaterlande. So schenkte sie denen geistigerweise das Leben, die sie dem Fleische nach geboren hatte. Durch ihre Worte gewann sie diese für Gott, nachdem sie sie dem Leibe nach für die Welt geboren hatte. Soll ich diese Frau nun Märtyrin nennen? Nein; sie war mehr als eine Märtyrin. Sie hat sieben Unterpfänder ins Himmelreich vorausgesandt; sie hat vor ihrem Tode ebensoviele Tote hinübergesandt. Bei der Marter war sie die erste, ans Ziel aber kam sie zuletzt.

(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937 - 23. November)