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Montag, 15. Dezember 2014

7. Tag in der Oktav von Mariä Empfängnis - Brevier - hl. Sophronius

14. Dezember

7. Lesung aus dem hl. Evangelium nach Lukas Kap. 1, 26-28
Auslegung des hl. Bischofs Sophronius

Wahrhaftig, du bist gebenedeit unter den Frauen; denn du hast den Fluch Evas in Segen verwandelt; du hast es erreicht; daß Adam, der früher vom Fluch getroffen am Boden lag, durch dich gesegnet wurde. Wahrhaftig, du bist gebenedeit unter den Frauen; denn der Segen des Vaters hat durch dich den Menschen wieder entgegengeleuchtet und hat sie vom alten Fluche erlöst. Wahrhaftig, du bist gebenedeit unter den Frauen; denn durch dich erlangen deine Voreltern das Heil. Du sollst ja den Heiland zur Welt bringen, der ihnen das Heil von Gott schenken wird. Wahrhaftig, du bist gebenedeit unter den Frauen; denn du hast ohne Samen jene Frucht hervorgebracht, die der Welt Segen spendet und sie von dem dornenbringenden Fluche erlöst. Wahrhaftig, du bist gebenedeit unter den Frauen; denn obwohl du deiner Natur nach nur ein Weib bist, darfst du dennoch wirklich Gottesmutter werden. Denn wenn derjenige, der aus dir geboren wird, wirklich der menschgewordene Gott ist, dann wirst du selbst mit vollem Recht Gottesmutter genannt, weil du tatsächlich Gott das Leben gibst.

R. Ein verschlossener Garten ist meine geliebte Braut, ein verschlossener Garten, eine versiegelte Quelle.* Was von dir ausgeht ist wie ein Paradies, o Maria. V. Öffne mir, mein Liebling, meine Freundin, meine Taube, meine Unbefleckte. Was von dir ...

8. Lesung: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden, unvergängliche Gnade; du hast Gnade bei Gott gefunden, die jede andere Gnade übersteigt; du hast Gnade bei Gott gefunden, Gnade, die es wert ist, daß man mit ganzem Herzen nach ihr verlangt; du hast Gnade bei Gott gefunden, die herrlichste von allen Gnaden; du hast Gnade bei Gott gefunden, die niemals verwelkt; du hast Gnade bei Gott gefunden, die dich selig macht; du hast Gnade bei Gott gefunden, die durch keinen Sturm erschüttert wird; du hast Gnade gefunden bei Gott, die völlig unbesiegbar ist; du hast Gnade gefunden bei Gott, die ewig dauern wird. Wohl waren auch andere, und zwar sehr viele, vor dir durch hervorragende Heiligkeit ausgezeichnet; aber keinem wurde wie dir die Gnade in ihrer Fülle gewährt; keiner wurde zu einer solchen Herrlichkeit wie du erhoben; keiner wurde so früh wie du von der reinigenden Gnade erfasst; keiner strahlte so hell wie du im himmlischen Lichte; keiner wurde wie du über alles Hohe emporgehoben.

R. Hoch preist meine Seele den Herrn. * Denn großes hat an mir getan, der mächtige und dessen Name heilig ist. V. Siehe selig werden mich von jetzt ab preisen alle Geschlechter. Denn Großes ... 

9. Lesung: Und dies mit Recht; denn keiner ist Gott so nahe gekommen wie du; keiner ist so wie du von Gott mit Gnaden ausgestattet worden; keiner ist so wie du  der Gnade Gottes teilhaftig geworden. Du überragst alles, was unter den Menschen irgendwie emporragt; du übertriffst alle Gnadengeschenke, die von Gottes Güte je auf die Menschen ausgegossen wurde. Du bist ja reicher als alle anderen durch den Besitz Gottes, der in dir wohnt. Keiner konnte so Gott umfangen; keiner konnte so die Gegenwart Gottes genießen; keiner war würdig, so von Gott erleuchtet zu werden. Deshalb hast du nicht allein Gott, den Schöpfer und Herrn aller Dinge, in dich aufgenommen, sondern du besitzest ihn; aus dir wurde er - unfaßlich zwar ist es - geboren, du hast ihn in deinem Schoß getragen und ihn geboren, ihn, der alle Menschen vom Fluche des Stammvaters erlöst und ihnen das Heil schenkt, das kein Ende hat. Und darum habe ich dir zugerufen und will dir nochmals laut zurufen: Sei gegrüßt du Gnadenvolle, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen.

Tedeum
(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)   

7. Tag in der Oktav von Mariä Empfängnis - Brevier - Papst Pius IX.

14. Dezember
Aus der Lehrentscheidung des Papstes Pius IX.

4. Lesung: Alle wissen, mit welchem Eifer diese Lehre von die Unbefleckte Empfängnis der jungfräulichen Gottesmutter von den angesehensten Ordensgenossenschaften, von den berühmtesten theologischen Hochschulen und von den hervorragendsten Lehrern der göttlichen Wissenschaft gelehrt, dargelegt und verteidigt wurde. Ebenso wissen alle, wie sehr die Bischöfe besorgt waren, auch bei den Kirchenversammlungen öffentlich und vor der ganzen Welt zu bekennen, dass die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria schon im voraus im Hinblick auf die Verdienste unseres Herrn und Erlösers niemals der Erbschuld unterworfen wurde, sondern voll und ganz von der Makel der Erbsünde bewahrt blieb und so auf eine besonders hehre Weise erlöst wurde. Dazu kommt die überaus wichtige und bedeutsame Tatsache, daß selbst das Konzil von Trient bei der Verkündigung des Glaubenssatzes von der Erbsünde, als es auf Grund der Zeugnisse der Heiligen Schrift, der Kirchenväter und der rechtmäßigen Kirchenversammlungen festgelegte und entschied, daß alle Menschen mit der Erbsünde behaftet zur Welt kommen; das dieses Konzil  also feierlich erklärte, es sei nicht seine Absicht, in dieses Dekret und in diese allgemeine Entscheidung die heilige und unbefleckte Jungfrau und Gottesmutter Maria miteinzuschließen. Durch diese Erklärung haben die Väter von Trient auf die Freiheit der allerseligsten Jungfrau von der Erbsünde den damaligen Verhältnissen entsprechend deutlich genug hingewiesen und ganz klar zum Ausdruck gebracht, daß aus der Heiligen Schrift, aus der Überlieferung und den Zeugnissen der Väter nichts vorgebracht werden kann, was diesem erhabenen Vorzug der Jungfrau irgendwie entgegensteht.

R. Ich bin hervorgegangen aus dem Munde des allerhöchsten, als die Erstgeborene vor der ganzen Schöpfung; Ich habe es bewirkt im ganzen Himmel, daß aufgegangen ist die Sonne, die nie untergeht.- Die Abgründe waren noch nicht da und ich war schon empfangen. V. Gott hat mich erschaffen in Gerechtigkeit und mich an der Hand gefasst und mich behütet. Die Abgründe ..

5. Lesung:  Daß diese Lehre von der unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau, die infolge der bedeutungsvollen Übereinstimmung der Kirche durch ihre LEhrtätigkeit, ihre Sorge, ihre Wissenschaft und Weisheit von Tag zu Tag  immer deutlicher erklärt, dargelegt, bestätigt und bei allen katholischen Völkern und Nationen auf dem ganzen Erdkreis in staunenswerter Weise verbreitet wurde, daß diese Lehre wirklich in der Kirche stets als eine von den Vätern überlieferte und mit den Kennzeichen einer geoffenbarten Wahrheit ausgestattete Lehre betrachtet wurde; das bestätigen die wichtigsten Denkmäler des ehrwürdigen Altertums aus der östlichen und westlichen Kirche in ganz überzeugender Weise. Denn die in der himmlischen Offenbarung wohl bewanderten Väter und Schriftsteller der Kirche hielten nichts für wichtiger, als in den Schriften, die sie zur Erklärung der Schrift, zur Verteidigung des Glaubens und zur Belehrung der Gläubigen verfaßten, die höchste Heiligkeit und Würde der Jungfrau, ihr Freisein von jeder Sündenmakel und ihren herrlichen Sieg über den schlimmsten Feind des Menschengeschlechtes in vielfacher und bewundernswerter Weise wie in edlem Wettstreit zu verkünden und hervorzuheben.

R. Nichts Unreines kann in sie eindringen.* Sie ist ein Abglanz des ewigen Lichtes, ein Spiegel ohne Flecken. V. Denn sie ist schöner als die Sonne, und reiner als das Licht. Sie ist ...

6. Lesung: Sooft sie daher auf die Worte zu sprechen kamen, mit denen Gott das zur Erneuerung der Menschheit von seiner Güte vorgesehene Rettungsmittel am Anfang der Welt ankündigte und damit einerseits den Übermut der verführerischen Schlange zurückwies, anderseits aber auch die Hoffnung unseres Geschlechtes in wunderbarer Weise wieder aufrichtete; da er sprach: Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinen Nachkommen und ihren Nachkommen; sooft sie darauf zu sprechen kamen, erklärten sie, daß durch diesen Ausspruch Gottes klar und deutlich auf den barmherzigen Erlöser des Menschengeschlechtes, auf den eingeborenen Sohn Gottes, Christus Jesus hingewiesen werde und damit auch auf seine heiligste Mutter, die Jungfrau Maria, und daß damit zugleich die unerbittliche Feindschaft beider mit dem Teufel klar angedeutet werde. Wie also Christus, der Mittler zwischen Gott und den Menschen, nach der Annahme der menschlichen Natur die Urkunde, die gegen uns zeugte, zerriß und sie als Sieger an das Kreuz heftete, so hatte auch die heiligste Jungfrau, die ganz innig und unzertrennlich mit ihm verbunden ist, mit ihm und durch ihn ewige Feindschaft mit der giftigen Sehlange; sie triumphierte über sie in vollkommenster Weise und zertrat so ihren Kopf mit ihrem makellosen Fuß.

R. Ein großes Zeichen erschien am Himmel: Ein Weib, umkleidet mit der Sonne, der Mond zu ihren Füssen.* Auf ihrem Haupte ein KRanz von zwölf Sternen. V. Der Herr hat sie selbst umkleidet mit siegeskleidern und mit dem Gewand der Gerechtigkeit; wie eine Braut hat er sie geschmückt mit ihrem Geschmeide. Auf ihrem ...

Donnerstag, 11. Dezember 2014

5. Tag der Oktav von Mariä Empfängnis - hl. Tharasius (Brevier)

12. Dezember
Luk Kap. 1, 26-28
3. Nachtstunde 
7. Lesung Kap.1, 26-28 und Auslegung des hl. Bischofs Tharasius

Mit welchen Lobsprüchen sollen wir dich überhäufen, Maria? Du makelloses Kind! Du unbefleckte Jungfrau! Du Zierde der Frauen, du Glanz der Mädchen! Du heilige Jungfrau-Mutter, du Gebenedeite unter den Frauen! Du bist berühmt um deiner unschuld willen, bist mit Jungfräulichkeit ausgestattet! Du sühnest Adams Fluch, du löstest Evas Schuld; du bist das ganz reine Opfer Abels, die Freude der Stammeltern, eine makellose Gabe. Du bist des Enos Hoffnung auf Gott, die keine Enttäuschung erleidet; du bist die dem Enoch geschenkte Huld, sein Übergang zu einem sicheren Leben. Du bist die Arche Noes, die Vermittlerin der zweiten Wiedergeburt bei Gott. Du bist der leuchtende Glanz der königlichen und priesterlichen Würde Melchisedechs, du Abrahams festes Vertrauen, sein Gehorsam und sein Glaube an die Verheißung der künftigen Nachkommenschaft. Du bist Isaaks neues OPfer, ein geistiges Brandopfer; du bist der Grund der Himmelsleiter Jabobs, der edelste Ausdruck seiner auf zwölf Stämme verteilten Nachkommenschaft. Du bist als leibliche Tochter Judas erschienen; du bist Josephs Schamhaftigkeit und des alten Ägypten, d.h. der jüdischen Synagoge, Zerstörung, du Makellose. Du bist des Moses, des Gesetzgebers, göttliches Buch; darin ist das Geheimnis der Wiedergeburt eingetragen und mit Gottes Finger ist darin das Gesetz geschrieben so wie auf den Tafeln von Sinai; danach wird das neue Israel befreit werden von der Knechtschaft der geistigen Ägypter: das alte Volk wurde in der Wüste mit Manna und Wasser aus dem Felsen gelabt; der Fels aber war Christus, der aus deinem Schoß hervorgehen sollte wie ein Bräutigam aus seinem Gemach. Du bist der blühende Stab Aarons, du die Tochter Davids, in Goldgewand gekleidet, bunt geschmückt.

R. Ein verschlossener Garten ist meine geliebte Braut, ein verschlossener Garten, eine versiegelte Quelle.* Was von dir ausgeht ist wie ein Paradies, o Maria. V. Öffne mir, mein Liebling, meine Freundin, meine Taube, meine Unbefleckte. Was von dir ...

8. Lesung: Du bist der Spiegel der Propheten, die Erfüllung ihrer Weissagungen. Dich hat Ezechiel mit Prophetenblick die verschlossene Tür genannt, durch die nie ein Mensch hindurchgehen wird, nur Gott, der Herr allein; und der wird die Tür verschlossen lassen. Du bist der Zweig Jesses, von dem Isaias, der Künder ganz großer Dinge, spricht; aus ihm soll die Blume Christus aufblühen; er wird die Triebe der Laster mit der Wurzel ausrotten und Pflanzen göttlicher Erkenntnis auf den Acker setzen. Auf dich hat Jeremias schon hingewiesen, als er sprach: Seht, es kommen die Tage, spricht der Herr, wo ich mit dem Hause Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, wie ich ihn begründet habe mit ihren Vätern; damit zeigte er die Ankunft und die Geburt deines Sohnes an und rief das Volk der Heiden von den Grenzen der Erde her zur Anbetung Gottes. Dich kündet auch Daniel, der Mann des großen Verlangens, als den hohen Berg, von dem Christus, der Grundstein, sich lüsen und das Götzenbild der vielgestaltigen Schlange umstürzen und zertrümmern wird. Dich ehre ich als das makellose Lamm, dich preise ich als die Gnadenvolle, dich besinge ich als die reine und unbefleckte Wohnung Gottes. Und fürwahr, als die Sünde übergroß wurde, floß auch die Gnade überreich herab. Durch eine Frau haben wir den Tod verdient, durch eine Frau wird er wieder alles gutmachen. Durch die Schlange haben wir eine bittere Speise empfangen; durch ihn dagegen werden wir wieder genährt mit der Speise der Unsterblichkeit. Die erste Mutter Eva hat Kain zur Welt gebracht, den Fürsten des Neides und der Bosheit; dein eingeborener Sohn wird der Erstgeborene des Lebens und der Auferstehung sein. O unerhörtes Wunder? O staunenswerte Neuheit! O Weisheit, die mit keinem Wort wiederzugeben ist.

R. Hoch preist meine Seele den Herrn. * Denn großes hat an mir getan, der mächtige und dessen NAme heilig ist. V. Siehe selig werden mich von jetzt ab preisen alle Geschlechter. Denn Großes ...

9. Lesung: Wir aber, das Volk Gottes, das heilige Geschlecht, die gottgefällige Gemeinde, die Kinder der Taube und Sprossen der Gnade, wir wollen an diesem Fest der Jungfrau mit reinem Herzen und unbefleckten Lippen vielstimmige, wohlklingende Lieder emporsenden. Dies hohe, erhabene Fest, der Freudentag der Engel, des Lobes der Menschen würdig, wollen wir in gebührender Weise begehen und wollen alle zusammen so wie der Engel in Ehrfurcht und heiliger Freude rufen: Ave! Sei gegrüßt! Sei gegrüßt, du Wonne des Vaters; durch dich ist bis an die fernsten Grenzen der Erde die Kenntnis von Gott gedrungen. Sei gegrüßt du Wohnstatt des Sohnes; aus dir ist er mit dem Fleische umhüllt hervorgegangen. Sei gegrüß;, du unaussprechliche Wohnung des Heiligen Geistes. Sei gegrüßt; du bist heiliger als die Cherubim. Sei gegrüßt; du bist ruhmvoller als die Seraphim. Sei gegrüßt; du bist weiter als der Himmel. Sei gegrüßt; du leuchtest heller als die Sonne. Sei gegrüßt; du glänzt mehr als der Mond. Sei gegrüßt; du bist wie der Sterne vielfältiger Glanz. Sei gegrüßt; du leichte Wolke; du spendest Regen vom Himmel. Sei gegrüßt; du heiliger Rauch; du hast den Geist der Bosheit von der Erde verscheucht. Sei gegrüßt; dir galt das edle Loblied der PRopheten. Sei gegrüßt; dich haben die Apostel auf der ganzen Welt verkündet. Sei gegrüßt; du bist das ruhmvolle Bekenntnis der Martyrer. Sei gegrüßt; du lobwürdige Predigt der Patriarchen. Sei gegrüßt; du höchste Zier der Heiligen. Sei gegrüßt, die Ursache des Heiles des Heiles für alle Sterblichen. Sei gegrüßt, du Königin, du Freidensstifterin; Sei gegrüßt, du makellose Zierde der Mütter! Sei gegrüßt, du Mittlerin für alle, die unter dem Himmel sind; sei gegrüßt, du hast die ganze Welt erneuert! Sei gegrüßt du Gnadenvolle; der Herr ist mit dir; er, der vor dir war, der aus dir stammt, der mit uns ist. Ihm sein Lob mit dem Vater und mit dem Heiligsten, Leben spendenden Geiste, jetzt und immer und durch alle Ewigkeit. Amen.

Tedeum.
 (aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)

5. Tag der Oktav von Mariä Empfängnis (Brevier)

12. Dezember

2. Nachtstunde

Aus der Lehrentscheidung des Papstet Pius IX.

4. Lesung: Weil das, was zum Gottesdienst gehört, in inniger Verbindung mit seinem Gegenstand steht und nicht Bestand haben kann, wenn der Gegenstand ungewiß und zweifelhaft ist, deshalb haben Unsere Vorgänger, die Päpste, mit allem Eifer die Andacht zur Empfängnis gefördert und sich angelegentlichst bemüht, ihren Gegenstand und ihren Inhalt zu erklären und den Gläubigen einzuprägen. Sie haben klar und deutlich gelehrt, daß das Fest die Empfängnis der Jungfrau zum Gegenstand habe, und sie haben als falsch und mit der Meinung der Kirche unverträglich zurückgewiesen die Ansicht jener, die meinten und behaupteten, daß nicht die Empfängnis selbst, sondern nur die Heiligung von der Kirche  gefeiert werde.

R. Ich bin hervorgegangen aus dem Munde des allerhöchsten, als die Erstgeborene vor der ganzen Schöpfung; Ich habe es bewirkt im ganzen Himmel, daß aufgegangen ist die Sonne, die nie untergeht.- Die Abgründe waren noch nicht da und ich war schon empfangen. V. Gott hat mich erschaffen in Gerechtigkeit und mich an der Hand gefasst und mich behütet. Die Abgründe ..

5. Lesung:  Nicht weniger streng gingen sie gegen jene vor, die zur Abschwächung der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau einen Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Augenblick machten und behaupteten, es werde zwar die Empfängnis gefeiert, aber nicht die, welche im ersten Augenblick und Moment erfolgte.  So haben es Unsere Vorgänger als ihre Aufgabe betrachtet, das Fest der Empfängnis der allerseligsten Jungfrau und ihrer Empfängnis vom ersten Augenblick an als den wahren Gegenstand der Verehrung mit allem Eifer in Schutz zu nehmen und zu verteidigen. Darum sprach Unser Vorgänger Alexander VII. die geradezu entscheidenden Worte, und er brachte damit die richtige Auffassung der Kirche zum Ausdruck: „Von altersher ist es die fromme Meinung der Christgläubigen, daß die Seele der allerseligsten Jungfrau und Mutter Maria im ersten Augenblick ihrer Erschaffung und ihrer Vereinigung mit dem Leib auf Grund einer besonderen Gnade Gottes und eines besonderen Vorzuges im Hinblick auf die Verdienste ihres Sohnes Jesus Christus, des Erlösers des Menschengeschlechtes, von aller Makel der Erbsünde rein bewahrt wurde; in diesem Sinne begehen sie in feierlicher Weise das Fest ihrer Empfängnis.

R. Nichts Unreines kann in sie eindringen.* Sie ist ein Abglanz des ewigen Lichtes, ein Spiegel ohne Flecken. V. Denn sie ist schöner als die Sonne, und reiner als das Licht. Sie ist ...
6. Lesung: Und vor allem betrachteten es unsere Vorgänger als ihre heilige Pflicht, die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter mit aller Sorgfalt, mit Eifer und Entschiedenheit unverletzt zu bewahren. So haben sie in keiner Weise geduldet, daß die Lehre selbst irgendwie von jemandm angegriffen oder lächerlich gemacht wurde. Ja, sie sind noch viel weiter gegangen und haben zu wiederholten Malen ganz deutlich erklärt und verkündet, die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau stimme voll und ganz mit den Andachtsformen der Kirche überein, sie sei altehrwürdig und fast allgemein verbreitet, die römische Kirche habe es sich zur Aufgabe gesetzt, sie zu fördern und zu schützen, ja sie verdiene es wirklich, in der heiligen Liturgie und bei feierlichen Bittandachten erwähnt zu werden. Und damit nicht zufrieden, haben sie, damit die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau selbst unverletzt bleibe, strengstens verboten, die entgegengesetzte Ansicht öffentlich oder geheim zu verteidigen, und haben erklärt, sie sei aus verschiedenen Gründen unhaltbar.

R. Ein großes Zeichen erschien am Himmel: Ein Weib, umkleidet mit der Sonne, der Mond zu ihren Füssen.* Auf ihrem Haupte ein KRanz von zwölf Sternen. V. Der Herr hat sie selbst umkleidet mit siegeskleidern und mit dem Gewand der Gerechtigkeit; wie eine Braut hat er sie geschmückt mit ihrem Geschmeide. Auf ihrem ...

(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)

Mittwoch, 10. Dezember 2014

3. Tag der Oktav von Mariä Empfängnis - hl. Bernard aus dem Brevier

Luk. 1, 26-28
10.. Dezember

3. Nachtstunde
7. Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Kap. 1, 26-28 und Auslegung des hl. Abtes Bernard

Freue dich, Vater Adam! Noch mehr frohlocke du, Mutter Eva! Wie ihr die Stammeltern von allen seid, so seid ihr auch die Ursache des Verderbens für alle geworden, und was besonders schlimm ist, zuerst die Ursache des Verderbens und dann die Eltern. Ihr beide, sage ich, tröstet euch angesichts eurer Tochter, besonders einer solchen Tochter! Vor allem du, Eva, von der das Unglück ausgegangen ist, deren Schmach auf alle Frauen übergegangen ist! Denn die Zeit ist nun gekommen, da die Schmach weggenommen werden soll, daß der Mann keinen Grund mehr hat, der Frau Vorwürfe zu machen. Ungeschickt wollte er sich selbst entschuldigen und klagte dabei herzlos und ohne Scheu die Frau an, indem er sagte. Die Frau, die Du mir gegeben hast, hat mir von dem Baume gegeben, und ich habe gegessen. Darum eile, Eva, zu Maria! Mutter, eile zu deiner Tochter! Die Tochter soll für ihre Mutter erintreten, sie soll der Mutter die Schmach abnehmen; sie soll dem Vater für die Muter Genugtung leisten! Denn seht, wie der Mann durch das Weib gefallen ist, so klann er auch nur wieder durch ein Weib aufgerichtet werden.

R. Ein verschlossener Garten ist meine geliebte Braut, ein verschlossener Garten, eine versiegelte Quelle.* Was von dir ausgeht ist wie ein Paradies, o Maria. V. Öffne mir, mein Liebling, meine Freundin, meine Taube, meine Unbefleckte. Was von dir ...

8. Lesung: Was sagst du, Adam? die Frau die Du mir gegeben hast, hat mir von dem Baum gegeben, und ich habe gegessen? Das sind ganz schlimme Worte; damit machst du deine Schuld nur noch größer, statt zu mindern. Aber die ewige Weisheit wird Herr über das Böse. Sie findet einen anlass zur Vergebung, den Gott durch seine Frage aus dir herausholen wollte, aber es nicht erreichte, in der Schatzkammer ihrer nie versagenden Liebe. Statt des ersten Weibes wird uns ein anderes geschenkt, ein kluges statt des törichten, ein demütiges statt des hochmütigen, ein Weib, das statt den Tod wirkenden Frucht des Baumes dir eine Lebensspeise reicht, das statt des vergiftenden, bittern Speise dir eine süße Frucht schenkt, die ewig wöhrt. Kehre also die Worte, mit denen du dich so ungeschickt entschuldigt hast, um in ein Wort des Dankes und sprich: O Herr, die Frau die Du mir gegeben hast, hat mir von dem Lebensbaum gegeben, und ich habe gegessen; es hat meinem Mund süßer geschmeckt als Honig, weil Du mir damit das Leben geschenkt hast. Seht also, dazu ist der Engel zur Jungfrau gesandt worden. O staunenswerte, über alle MAßen lobwürdige Jungfrau! O einzig verehrungswürdige Frau! Mehr als alle Frauen verdienst du bewunderung! Du hast die Schuld der Stammeltern wieder gutgemacht; du hast ihren Nachkommen das Leben gebracht!

R. Hoch preist meine Seele den Herrn. * Denn großes hat an mir getan, der mächtige und dessen Name heilig ist. V. Siehe selig werden mich von jetzt ab preisen alle Geschlechter. Denn Großes ...

9. Lesung: Von welcher anderen Frau hat Gott wohl gesprochen, als er zur Schlange sagte: Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau? Und wenn du noch zweifelst, daß er Maria gemeint hat, so höre was folgt: Sie wird dir den Kopf zertreten. Wem anders war ein solcher Sieg vorbehalten als Maria? Sie hat zweifellos den giftgeschwollenen Kopf zertreten, weil sie jede Versuchung des Bösen, sei es durch die Lockung des Fleisches, oder durch den Hochmut des Geistes, zunichtegemacht hat. Welche andere Frau suchte Salomon, als er sagte: Wer wird eine tüchtige Frau finden? Dieser weise Mann kannte eben die Schwäche dieses Geschlechtes, die Gebrachlichkeit ihres Leibes und den Wankelmut ihres Geistes. Weil er aber von der Verheißung Gottes gelesen hatte und es sehr richtig fand, daß der, der durch eine Frau gesiegt hatte, auch durch eine Frau besiegt werde, rief er voll höchster Verwunderung aus: Wer wird eine tüchtige Frau finden? Das heißt: Wenn von der Mitwirkung einer Frau unser aller Heil abhängt, die Wiederherstellung der Unschuld und der Sieg über den bösen Feind, dann muss unbedingt eine starke Frau kommen, die zu einem so großen Werk geeignet ist. 
Tedeum.

Zur Laudes Gedächtnis des hl. Melchiades
 Ant. Wer sein Leben in dieser Welt hasst, bewahrt es für das ewige Leben. V. Der Gerechte wird wie eine Palme blühen. R. Wie eine Zeder vom Libanon wachsen. 

(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937) 

3. Tag der Oktav von Mariä Empfängnis (Brevier)

10. Dezember
Semiduplex

Gedächnis des hl. Melchiades: Ant. Dieser Heilige hat für das Gesetz seines Gottes gekämpft bis zum Tode und vor den Worten der Gottlosen keine Furcht gehabt; denn er war auf einen festen Felsen gegründet. V. Mit Herrlichkeit und Ehre hast Du ihn gekrönt, o Herr. R. Und ihn gesetzt über die Werke Deiner Hände

Kirchengebet: Allmächtiger Gott, schau herab auf unsere Schwachheit; da unser eigenes Tun schwer auf uns lastet, so beschirme uns die glorreiche Fürsprache Deines heiligen Martyrers und Bischofs Melchiades; durch unsern Herrn.

2. Nachtstunde 

Aus der Lehrentscheidung des Papstes Pius IX.

4. Lesung: die gleichen Worte, mit denen die Heilige Schrift von der ungeschaffenen göttlichen Weisheit spricht und ihren ewigen Ursprung schildert, wendet die Kiche im kirchlichen Stundengebet und bei der Feier des hochheiligen Opfers an und überträgt sie auf den Ursprung dieser Jungfrau; deren Erschaffung wurde ja auch zugleich mit der Menschwerdung der göttlichen Weisheit beschlossen. Dies alles wurde von den Gläubigen überall gern aufgenommen. Es ist dies ein Beweis dafür, mit welchem Eifer diese Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau auch von der Römischen Kirche, der Mutter und Lehrerin aller Kirchen, gepflegt wurde. Dennoch verdienen die wichtigsten Schritte dieser Kirche einzeln aufgezählt zu werden; denn die Würde und das Ansehen dieser Kirche ist so groß; ihr kommt es auch voll und ganz zu, da sie der Zentralpunkt der katholischen Wahrheit und Einheit ist; in ihr allein wurde der Glaube unverfälscht bewahrt; von ihr müssen alle übrigen Kirchen den Glauben übernehmen.


R. Ich bin hervorgegangen aus dem Munde des allerhöchsten, als die Erstgeborene vor der ganzen Schöpfung; Ich habe es bewirkt im ganzen Himmel, daß aufgegangen ist die Sonne, die nie untergeht.- Die Abgründe waren noch nicht da und ich war schon empfangen. V. Gott hat mich erschaffen in Gerechtigkeit und mich an der Hand gefasst und mich behütet. Die Abgründe ..

5. Lesung: Der Römischen Kirche lag also nichts so sehr am Herzen, als mit den beredtesten Worten die Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau vorzutragen, die Andacht zu ihr und die Lehre über sie zu schützen, zu verbreiten und zu verteidigen. So haben es sich unsere Vorgänger zum besonderen Ruhm angerechnet, kraft ihrer apostolischen Gewalt das Fest der Empfängnis in der Römischen Kirche einzuführen; sie haben es mit einem eigenen Stundengebet und einer eigenen Messe, worin das Vorrecht der Bewahrung von der Erbschuld ganz deutlich zum Ausdruck kommt, ausgezeichnet und so das Fest feierlicher gestaltet; sie suchten dann die bereits vorhandene Verehrung mit allen Mitteln zu fördern und zu verbreiten, sei es durch  Gewährung von Ablässen, sei es dadurch, daß sie Städten, Provinzen und Reichen gestatteten, die Gottesmutter unter dem Titel der Unbefleckten Empfängnis als Patronin sich zu erwählen, oder daß sie Vereinigungen, Kongregationen und fromme Bruderschaften bestätigten, die zur Verehrung der Unbefleckten Empfängnis gegründet wurden, oder daß sie den frommen Sinn derer lobten, die Ordenshäuser, Krankenhäuser, Altäre und Tempel unter dem Titel der Unbefleckten Empfängnis errichteten oder unter einem Eide sich verpflichteten, für die Unbefleckte Empfängnis der Gottesmutter nach Kräften einzutreten.

R. Nichts Unreines kann in sie eindringen.* Sie ist ein Abglanz des ewigen Lichtes, ein Spiegel ohne Flecken. V. Denn sie ist schöner als die Sonne, und reiner als das Licht. Sie ist ...

5. Lesung: Mit ganz besonderer Freude verordneten sie auch, daß das Fest der Empfängnis von jeder Kirche mit der gleichen Feierlichkeit und in dem gleichen Rang zu feiern sei wie das Fest ihrer Geburt, daß das Fest der Empfängnis auch mit einer Oktav von der ganzen Kirche begangen und von allen als ein gebotener Feiertag gehalten werden soll, daß jedes Jahr an dem der Empfängnis der heiligen Jungfrau geweihten Tage in Anwesenheit des Papstes der Gottesdienst in der Patriarchalbasilika des Liberius stattfinden solle. Beseelt von dem Wunsche, in den Herzen der Gläubigen diese Lehre von der Unbefleckten Empfängnis von Tag zu Tag immer mehr zu verankern und ihren frommen Sinn zur Verehrung und Hochschätzung der unbefleckt empfangenen Jungfrau immer mehr anzuregen, haben sie auch mit großer Freude bereitwilligst gestattet, daß in der Lauretanischen Litanei und selbst in der Präfation der Messe die Unbefleckte Empfängnis der Jungfrau erwähnt werde, daß so die Regel für den Glauben durch die Regel für das Beten festgestellt wurde.

R. Ein großes Zeichen erschien am Himmel: Ein Weib, umkleidet mit der Sonne, der Mond zu ihren Füssen.* Auf ihrem Haupte ein KRanz von zwölf Sternen. V. Der Herr hat sie selbst umkleidet mit siegeskleidern und mit dem Gewand der Gerechtigkeit; wie eine Braut hat er sie geschmückt mit ihrem Geschmeide. Auf ihrem ..

 
(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937) 

Dienstag, 9. Dezember 2014

2. Tag der Oktav von Mariä Empfängnis aus dem Brevier

9. Dezember
Lukas Kap. 1, 26-28
7. Lesung: aus dem hl. Evangelium nach Lukas

Auslegung des hl. Bischofs Sophronius

Was sagt der heilige Engel, der zur reinsten Jungfrau gesandt wurde? Wie übermittelte er ihr die segensvolle Botschaft? Sei gegrüßt, du Gnadenvolle; der Herr ist mit dir. Mit Freude begann der Bote der Freude seine Rede mit MAria. Er hatte es erfahren und wusste es sehr gut, da0 seine Botschaft allen Menschen und damit zugleich allen Geschöpfen Freude bereiten und ihnen alle Schmerzen nehmen würde; er wusste auch, daß die Enthüllung dieses Geheimnisses die Welt mit Licht überflutet, daß dadurch die Dunkelheit und der Irrtum verscheucht, dem Stachel des Todes die Spitze genommen, die Gewalt der Verderbnis gebrochen und der Hölle ihr Sieg entrissen wird; er wusste, daß nunmehr das Heil wieder leuchtet dem verlorenen Menschen, der unter dem Joch dieser Übel schon lange niedergedrückt wurde, seit der Zeit nämlich, da er aus der Wonne des PAradieses hinausgejagt, wo er aus dieser seligen Wohnstätte vertrieben wurde. Darum begann seine Botschaft mit der Freude; darum sprach er am Anfang seiner Rede die Worte der Freude; darum ging dieser frohen Kunde die Freude voran; sie sollte ja allen Glüubigen Freude bringen.

R. Ein verschlossener Garten ist meine geliebte Braut, ein verschlossener Garten, eine versiegelte Quelle.* Was von dir ausgeht ist wie ein Paradies, o Maria. V. Öffne mir, mein Liebling, meine Freundin, meine Taube, meine Unbefleckte. Was von dir ...


8. Lesung: Und es war auch ganz richtig, daß die Freudenbotschaft Gottes mit Ausdrücken und Worten begann, die zur Freude anregten. So kündigte also der Engel vor allem Freude an, weil er sehr wohl um den Ausgang seines glückverheißenen Auftrages wußte und genau unterrichtet war, daß die Unterredung, die dort stattfand, ganz offensichtlich zur Freude der ganzen Welt beitragen würde. Und wahrlich, welche Freude oder welche frohe Tatsache kann man finden, die nicht weit überragt würde durch diese Anrede an die selige Jungfrau, die Mutter aller Freude? Ja, freu dich, du Mutter einer selbst den Himmel übersteigenden Freude!  Freu dich, du Nährerin erhabenster Freude! Freue dich, du bevorzugter Sitz beseligender Freude! Freue dich, du Urheberin unvergänglicher Freude! Freue dich, du geheimnisvolle Wohnung unaussprechlicher Freude! Freue dich, du seligste Quelle bleibender Freude! Freue dich, du Schatzkästlein ewiger Freude, daß du Gott in dir trägst! Freue dich, du üppiger Baum lebensspendender Freude! Freue dich, du unverehelichte Mutter Gottes! Freue dich, du Jungfrau, die du auch nach der Geburt ganz unversehrt geblieben! Freue dich, ganz wunderbares Bild, das du all Wunderbare weit überragst!

R.. Hoch preist meine Seele den Herrn. * Denn großes hat an mir getan, der mächtige und dessen NAme heilig ist. V. Siehe selig werden mich von jetzt ab preisen alle Geschlechter. Denn Großes ... 

9. Lesung; Wer kann deinen Glanz beschreiben? Wer kann es wagen, das Wunder, das du selber bist, mit Worten zu schildern? Wer traut es sich zu, deine Herrlichkeit zu erklären? Du bist eine Zierde der menschlcihen Natur geworden; du bist emporgestiegen über alle Rangstufen der engel; du hast den Glanz der Erzengel verdunkelt; du hast die höchste Sitze der Thronen unter dir gelassen; du hast die höchsten Herrschaften gedemütigt; du bist den ersten unter den Fürsten zuvorgekommen; du hast den Mächten ihre Stärke genommen; deine Macht war stärker als die der himmlischen Mächte; du hast die schärfsten Augen der Cherubim mit deinen irdischen Augen übertroffen; du hast mit deinem durch Gottes Kraft beschwingten geistigen Flügeln dich höher emporgeschwungen als die Seraphim, die sechs Flügel haben; ja du hast alle Geschöpfe weit übertroffen, da du in einer alles Geschaffene überragenden Reinheit aufgestrahlt bist und den Schöpfer aller Geschöpfe in dich aufgenommen hast und ihn in deinem Schoße getragen und geboren hast; du allein bist ja von allen Geschüpfen die Mutter Gottes geworden.

Tedeum.

2. Tag der Oktav von Mariä Empfängnis aus dem Brevier

9. Dezember
Semiduplex
2. Nachtstunde

Aus der Lehrentscheidung des Papstes Pius IX.
 
4. Lesung: Der über alle Worte erhabene Gott, dessen Wirken, Erbarmen und Wahrheit, dessen Willen die Allmacht ist, dessen Weisheit machtvoll wirkt von einem Ende bis zum anderen und in Milde alles lenkt, sah von Ewigkeit her das unheilvolle Verderben des ganzen Menschengeschlechtes infolge der Sünde Adams voraus. In seinem geheimnisvollen, der Welt verborgenen Ratschluß beschloß er aber, das erste Werk seiner Güte durch die Menschwerdung des Wortes auf eine noch unbegreiflichere Weise zu ergänzen. Denn der Mensch, der entgegen seinen liebevollen Absichten durch die List des Teufels in Schuld geriet, sollte nicht zugrundegehen, und das, was durch den ersten Adam zu Boden fiel, sollte durch den zweiten weit glücklicher wieder aufgerichtet werden. Darum wählte er von Anfang an und vor aller Zeit schon für seinen eingeborenen Sohn eine Mutter aus, und bestimmte, daß er von ihr in der seligen Fülle der Zeiten als Mensch geboren werden sollte; ihr wendtete er mehr als allen anderen Geschöpfen seine besondere Liebe zu und fand an ihr allein sein höchstes Wohlgefallen. 


R. Ich bin hervorgegangen aus dem Munde des allerhöchsten, als die Erstgeborene vor der ganzen Schöpfung; Ich habe es bewirkt im ganzen Himmel, daß aufgegangen ist die Sonne, die nie untergeht.- Die Abgründe waren noch nicht da und ich war schon empfangen. V. Gott hat mich erschaffen in Gerechtigkeit und mich an der Hand gefasst und mich behütet. Die Abgründe ..

5. Lesung: So überhäufte er sie weit mehr als alle Engel und Heiligen mit einer Fülle himmlischer Gnadengaben, die er aus der Schatzkammer seiner Gottheit nahm, begnadete sie so wunderbar, daß sie allzeit frei blieb von jeder Makel der Sünde, daß sie ganz schön und vollkommen wurde und eine solche Fülle von Reinheit und Heiligkeit besaß, daß man, außer in Gott, eine größere sich nicht denken kann, daß niemand außer Gott sie begreifen kann. Und es war auch ganz richtig, daß sie stets im Glanze vollkommenster Heiligkeit leuchtete, daß sie sogar frei blieb von der Makel der Erbsünde, und so über die alte Schlange einen vollen Sieg errang, sie, die verehrungswürdige Mutter, der Gott der Vater seinen einzigen Sohn, der aus seinem Schoße ihm wesensgleich hervorgeht und den er liebt wie sich selbst, voll und ganz anvertrauen wollte, daß auf Grund natürlicher Bande ein und dieselbe Person das gemeinsame Kind von Gott-Vater und der Jungfrau werden sollte. 

R. Nichts Unreines kann in sie eindringen.* Sie ist ein Abglanz des ewigen Lichtes, ein Spiegel ohne Flecken. V. Denn sie ist schöner als die Sonne, und reiner als das Licht. Sie ist ...

 
6. Lesung: Diese Reinheit der hochheiligen Jungfrau von der Erbsünde, die ja mit ihrer wunderbaren Heiligkeit und mit ihrer erhabenen Würde als Gottesmutter ja zusammenhängt, hat die heilige katholische Kirche, die vom Heiligen Geiste belehrt wird und stets eine Säule und feste Stütze der Wahrheit ist, als eine von Gott mitgeteilte und im Glaubensgut der göttlichen Offenbarung enthaltene Lehre stets festgehalten und hat sie  fortwährend und ohne Unterlaß in vielfacher, glänzender Weise von Tag zu Tag immer klarer entwickelt, hat sie vorgelegt und immer mehr gefördert. Dieser Glaube war nämlich schon von ältester Zeit an vorhanden;  war in den Herzen der Gläubigen fest verwurzelt und wurde durch die eifrigen Bemühungen der Bischöfe in der katholischen Welt wunderbar verbreitet. Die Kirche selbst hat sie ganz klar zum Ausdruck gebracht, als sie ohne Bedenken die Empfängnis der Jungfrau den Gläubigen zur öffentlichen Verehrung und Andacht vorlegte. Durch diese auffallende Tatsache hat sie offen bekundet, daß die Empfängnis der Jungfrau ganz eigenartig und wunderbar ist, daß sie ganz anders vor sich ging als bei den übrigen Menschen, daß sie ganz heilig und verehrungswürdig ist; denn die Kirche nimmt nur heilige Dinge zum Gegenstand ihrer Feste.

R. Ein großes Zeichen erschien am Himmel: Ein Weib, umkleidet mit der Sonne, der Mond zu ihren Füssen.* Auf ihrem Haupte ein KRanz von zwölf Sternen. V. Der Herr hat sie selbst umkleidet mit siegeskleidern und mit dem Gewand der Gerechtigkeit; wie eine Braut hat er sie geschmückt mit ihrem Geschmeide. Auf ihrem ... Ehre ... Auf ihrem ...  

(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937) 

Montag, 8. Dezember 2014

Fest der Unbefleckten Empfängnis - hl. Bischof Germanus (aus dem Brevier)

8. Dezember
Luk. 1, 26-28

Auslegung des hl. Bischofs Germanus

7. Lesung : Gegrüßest seist du, Maria; du bist voll der Gnade; du bist heiliger als die Heiligen, erhabener als die Himmel, ruhmvoller als die Cherubim, preiswürdiger als die Seraphim und erwürdiger als alle Geschöpfe. Sei gegrüßt, du Taube! Du bringst uns die Frucht des Ölbaumes, den Erretter aus der geistigen Söntflut; du kündest uns den sicheren Hafen; deine Flügel glänzen wie Silber, dein Gefieder strählt wie schimmerndes Gold im Lichte des heilgsten, alles erleuchtenden Geistes. Sei gegrüßt du lieblicher, geistiger Garten Gottes; von seiner liebevollsten, allmächtigen Hand wurdest du heute zum Sonnenaufgang hin gepflanzt; du bringst ihm die lieblich duftende Lilie und die nie verwelkende Rose, Heilmittel für die, welche die verderbliche, seelenmordende Bitterkeit des Todes bei Sonnenuntergang getrunken; du bist der Garten, in dem zur Erkenntnis der Wahrheit der Lebensbaum aufblüht; wenn man von ihm kostet, erlangt man die Unsterblichkeit. Sei gegrüßt, hochheiliger Bau, makelloser und reinster Palast Gottes, des höchsten Königs; dubist ausgeschmückt mit der Herrlichkeit dieses Gott-Königs, nimmst alle gastlich auf und labst sie mit geheimnisvoller Wonne; in dir ist das geistige Gemach des Bräutigams, das nicht von Menschenhand errichtet ist, das in buntem Glanze strahlt; darin hat das Wort Gottes sich mit dem Fleische vermählt und das verwirrte Menschengeschlecht wieder zurückgerufen, um diejenigen mit dem Vater wieder zu versöhnen, die durch ihren eigenen Willen sich ausgeschlossen hatten.

R. Ein verschlossener Garten ist meine geliebte Braut, ein verschlossener Garten, eine versiegelte Quelle.* Was von dir ausgeht ist wie ein Paradies, o Maria. V. Öffne mir, mein Liebling, meine Freundin, meine Taube, meine Unbefleckte. Was von dir ...

8. Lesung: Sei gegrüßt, du üppiger und schattiger Berg; auf dir hat das Gotteslamm geweidet, das unsere Fehler und Schwächen getragen; du bist der Berg, von dem jener Stein sich loslöste und ohne zutun eines Menschen sich abtrennte, der die Götzenaltare zertrümmerte, der dann zum Eckstein wurde, staunenswert für unsere augen. Sei gegrüßt, du heiliger Thron Gottes, du Schatzkammer der Gnaden, du herrlicher Bau, du überschöne Zierde, du auserwähltes Kleinod, du Sühnemittel für die ganze Welt, du Himmelsraum, der Gottes Herrlichkeit verkündet. Sei gegrüßt, du Stern, aus reinstem Gold getrieben; du enthälst alle Süßigkeit unserer Seele, Christus, das Manna. Du reinste und verehrungswürdige Jungfrau, du gottgeweihtes Heiligtum, das alle Geschöpfe überragt, du Land, das nie entweiht, du Acker, der nie bepflügt, du blütenreicher Weinstock, du wasserspendende Quelle, du Jungfrau, die du Mutter geworden, du Mutter, die du keinen Mann erkennst, du verborgener Schatz der Unschuld, du Zierde der Heiligkeit, o lenke doch durch deine Bitten, die gott so angenehm, und die infolge deines mütterlichen Ansehen so mächtig sind, lenke doch beim Herrn und Gott, dem Schöpfer des Alls, und bei deinem Sohn, der aus dir bei ohne Vater geboren wurde, den geistlichen Stand und führe ihn zum ruhigen Hafen!

R.. Hoch preist meine Seele den Herrn. * Denn großes hat an mir getan, der mächtige und dessen NAme heilig ist. V. Siehe selig werden mich von jetzt ab preisen alle Geschlechter. Denn Großes ... Ehre ... Denn Großes ...

9. Lesung: Bekleide die Priester mit dem Prachtgewande der Rechtschaffenheit und gib ihnen einen freudigen, erprobten, reinen und echten Glauben! Den rechtgläubigen Fürsten, die statt Purpur und glänzenden Goldes, statt Perlen und kostbarer Edelsteine dich zur Zierde und zu ihrem Fürstenkleid und zum sichersten Schmuck ihres Reiches erwählt haben, lenke du das Zepter und führe sie zu Frieden und Wohlstand! Zu ihren Füßen lege und unterwirf ihnen die ungläubigen Völker, die dich und den Gott, den du geboren, schmähen! Das ihnen untergebene Volk aber bestärke in treuem und willigem Gehorsam gegen die Gebote Gottes! Deine Stadt hier, die dich als Turm und als Grundmauer betrachtet, verherrliche mit siegen und Triumphen! Lege einen starken Wall um die Wohnung Gottes und beschirme sie und erhalte immerdar diesen prächtigen Tempel! Befreie aus alles Gefahr und aller Angst die, die dich lobpreisen! Den Gefangenen schenke Befreiung, den Heimatlosen, die kein Dach und keine Hilfe haben, zeige du dich als Trösterin! Der ganzen Welt strecke deine hilfreichen Hände entgegen., damit wir in Freude und Wonne deine Feste, so wie das heutige, in glanzvoller Weise begehen können! Dies gewähre uns im Hinblick aus Christus Jesus, den König des Weltalls, unsern wahren Gott, dem Ehre und Ruhm sei zusammen mit dem Vater, dem Urquell des Lebens, und mit dem gleichewigen, ihm wesensgleichen und mit ihm herrschenden Heiligen Geiste, jetzt und immer und in alle Ewigkeit. Amen.

Tedeum.
(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)

Sonntag, 7. Dezember 2014

Fest der Unbefleckten Empfängnis - Aus den Verordnungen des Papstes Pius XI. (aus dem Brevier)

8. Dezember

6. Lesung: Den Triumph, den die jungfräuliche Gottesmutter bei ihrer Empfängnis über den furchtbaren Feind des menschlichen Geschlechtes errungen hat, auf den die Heilige Schrift, die ehrwürdige Überlieferung und die stete Überzeugung der Kirche, die einzigartige Übereinstimmung zwischen allen Bischöfen und Gläubigen, auch die feierlichen Dekrete und Verordnungen der Päpste schon wundervoll hingewiesen hatten, diesen Triumph wollte Papst Pius IX. auf die Bitten der ganzen Kirche hin kraft seiner höchsten und unfehlbaren Lehrvollmacht feierlich verkünden. Darum hat er am 8. Dezember des Jahres 1854 in der vatikanischen Basilika in Gegenwart einer ungemein großen Zahl von Kardinälen und Bischöfen der heiligen römischen Kirche, die selbst aus den entferntesten Ländern gekommen waren, und unter freudiger Zustimmung der ganzen Welt feierlich erklärt und entschieden: Der Glaubenssatz, daß die heilige Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis auf Grund eines einzigartigen, von Gott ihr gewährten Vorrechtes von jeder Makel der Erbsünde rein bewahrt wurde, ist von Gott geoffenbart und muß deshalb von allen Gläubigen fest und unabänderlich geglaubt werden.
 
R. Ein großes Zeichen erschien am Himmel: Ein Weib, umkleidet mit der Sonne, der Mond zu ihren Füssen.* Auf ihrem Haupte ein KRanz von zwölf Sternen. V. Der Herr hat sie selbst umkleidet mit siegeskleidern und mit dem Gewand der Gerechtigkeit; wie eine Braut hat er sie geschmückt mit ihrem Geschmeide. Auf ihrem ... Ehre ... Auf ihrem ...
(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)

Fest der Unbefleckten Empfängnis - Predigt des hl. Priesters Hieronymus (aus dem Brevier)

 8. Dezember

4. Lesung: Wie Schön und erhaben die heilige, glorreiche, allzeit unversehrte Jungfrau Maria ist, wurde schon vom Engel in Gottes Auftrag geoffenbart mit den Worten: Sei gegrüßt, du Gnadenvolle; der Herr ist mit dir; du bist gebenedeit unter den Weibern. Es war ja auch recht und billig, daß diese Jungfrau mit Gnaden so ausgestattet wurde, daß sie voll der Gnade war, sie, die dem Himmel neue Herrlichkeit verlieh, die der Erde den Herrn und damit die Versöhnung schenkte, die den Völkern den Glauben, den Lastern das Ende, dem Leben die rechte Ordnung, den Sitten die Zucht brachte. Mit Recht wird sie die Gnadenvolle genannt; denn anderen wird nur ein Teil der Gnade verliehen, auf Maria aber hat sich die ganze Fülle der Gnade niedergelassen. Sie ist wirklich voll der Gnade; wohl lehrt uns der Glaube, daß auch in den heiligen Vätern und Propheten Gnade wohnte, jedoch nicht in dieser Fülle; auf Maria aber kam die ganze Fülle der Gnade herab, die in Christus ist, wenn auch in anderer Weise. Und deshalb sagte der Engel: Du bist gebenedeit unter den Weibern, d.h. mehr gebenedeit, als alle Frauen. Darum hat auch allen Fluch, der durch Eva gekommen war, der Segen Marias weggenommen. Von ihr sagt Salomon im Hohenlied, um sie zu loben: Komm, meine Taube, meine Makellose. Schon ist der Winter vorbei, der Regen hat aufgehört und ist vorüber. Und weiter: Komm vom Libanon, komm! Du sollst gekrönt werden. 

R. Ich bin hervorgegangen aus dem Munde des allerhöchsten, als die Erstgeborene vor der ganzen Schöpfung; Ich habe es bewirkt im ganzen Himmel, daß aufgegangen ist die Sonne, die nie untergeht.- Die Abgründe waren noch nicht da und ich war schon empfangen. V Gott hat mich erschaffen in Gerechtigkeit und mich an der Hand gefasst und mich behütet. Die Abgründe ..

6. Lesung: Nicht mit Unrecht heißt es von ihr, daß sie vom Libanon kommen soll; denn Libanon bedeutet soviel wie Helligkeit. Sie glänzt ja durch viele Tugenden und Verdienste, sie leuchtet heller als der weiße Schnee infolge der Gaben des Heiligen Geistes. Auch die Einfalt der Tauben besaß sie in allem. Denn alles, was bei ihr geschah atmet Reinheit und Einfalt, alles war Wahrheit und Anmut, alles war Erbarmen und Gerechtigkeit, wie sie vom Himmel herabschaut. Sie war makellos, weil sie ganz unversehrt war. Sie hat nämlich ein männliches Wesen in ihrem Schoß umschlossen, wie der heilige Jeremias bezeugt; jedoch sie hat dieses nicht von einem anderen empfangen. Es wird der Herr, sagt er, etwas Neues schaffen auf der Erde; ein Weib wird ein männliches Wesen umschließen. Es war wirklich etwas Neues, ein neues, alles Neue übertreffende Wunder, als Gott, den die Welt nicht fassen, den niemand sehen kann, wenn er noch leben will, als Gott in ihren Schoß einkehrte, ohne den leiblichen Zugang zu benützen. Er wurde von ihr getragen und der ganze Gott weilte dabei in ihrem Schoße. Er ging daraus hervor und trotzdem blieb die Pforte ganz und gar verschlossen, wie Ezechiel sagt. Darum heißt es auch im Hohenlied von ihr: Ein verschlossener Garten, eine versiegelte Quelle bist du; was von dir ausgeht, ist wie ein Paradies. Sie ist wirklich ein Garten der Wonne, in dem alle Arten von Blumen gepflanzt sind, in dem alle Tugenden ihren Duft verbreiten. Und verschlossen ist dieser Garten; es ist unmöglich, ihn zu entweihen, noch durch List oder Trug ihn zu verwüsten. Und eine Quelle ist Maria, eine Quelle, die versiegelt ist mit dem Siegel der ganzen Dreifaltigkeit. 


R. Nichts Unreines kann in sie eindringen.* Sie ist ein Abglanz des ewigen Lichtes, ein Spiegel ohne Flecken. V. Denn sie ist schöner als die Sonne, und reiner als das Licht. Sie ist ...

(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Fest der Unbefleckten Empfängnis der hl. Jungfrau Maria - 2 Hymnen (Brevier)

8. Dezember
Erhabener Schutz der Jungfraun all,
O Mutter Gottes, unversehrt,
Du bist das Tor zum Himmelreich,
Der Engel Freude, unser Trost.

Du Lilie in dem Dornenhag,
Du Taube von der schönsten Art,
Du Reis aus Jesses Wurzelstamm,
Das unseren Wunden Heilung bringt.

Du Turm, verschlossen für den Feind,
Du Meerstern derer, die in Not,
Schütz uns vor Satans List und Neid,
Und führe uns in deinem Licht.

Des Irrtums Schatten halte fern,
Des Truges Klippen räum hinweg,
Sei denen die auf falschem Weg,
Ein sicherer Hort in Sturmesflut.

Dir, Jesus, heiliger Jungfrau Sohn,
Sei unser Lobpreis dargebracht
Mit Gott, dem Vater und dem Geist
Von nun an bis in Ewigkeit!

Amen

(Matutin)

O herrlichste der Jungfraun all,
Du lichter Stern am Himmelszelt,
Der dich erschuf, den nährest du
Als Kind an deiner Mutterbrust.

Was Evas Schuld uns hat geraubt,
Gibst du in deinem Sohn zurück,
Daß die Verstoßenen finden heim,
schließt du die Himmelspforten auf.

Du bist des höchsten Königs Tor,
Des Lichtes Vorhof, strahlendhell:
Preist laut, erlöste Völker all,
Das Leben das die Jungfrau bringt.

Dir, Jesus, heiliger Jungfrau Sohn,
Sei unser Lobpreis dargebracht
Mit Gott, dem Vater und dem Geist
Von nun an bis in Ewigkeit!

Amen
(Laudes)

(aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937)